Seit den Unruhen und Aufständen in Nordafrika Anfangs 2011, rückt die Mittelmeerinsel Lampedusa immer mehr in den Brennpunkt politischer Diskussionen. Der Grund hierzu liegt im Flüchtlingsstrom, welcher von Libyen und Tunesien her kommt. Denn die meisten Flüchtlinge landen eben gerade in Lampedusa, auf einer Insel zwischen Nordafrika und Italien, welche zu Italien gehört. Somit gilt Lampedusa als Tor nach Europa. Aber viele der Fluchtversuche aus Nordafrika aus scheitern schon unterwegs, denn viele der alten und überfüllten Boote kentern auf dem 150 Kilometer langem Weg nach Lampedusa, bevor sie die Küste überhaupt erreicht haben. Aus diesem Grund hat die italienische Regierung beschlossen, bei stärkerem Wellengang die Überwachung der Küsten zu verstärken. Mit Helikoptern, Patrouillebooten und mit Feldstecher ausgerüsteten Soldaten sollen Flüchtlingsboote entdeckt werden, welche in Schwierigkeiten stecken, damit man den Flüchtlingen bei Gefahr frühzeitig zur Hilfe eilen kann.
Mittlerweile gibt es Momentan auf Lampedusa mehr Flüchtlinge als Einwohner. Die Anzahl ständiger Einwohner von Lampedusa wird auf ca 4’000 beziffert, die Anzahl der Flüchtlinge auf 6’000. Es hat also mehr Flüchtlinge als Einwohner, und die Insel ist somit bürokratisch und infrastrukturiell total überfordert. Ständige Hilferufe nach grösserer Unterstützung von der italienischen Regierung und der europäischen Gemeinschaft begleiten das tägliche Geschehen und bleiben oft unerhört.
Aus diesen Gründen gelangt die Insel immer wieder zu unwürdiger Bekanntheit.





